
Zur Simulation natürlicher Redox-Vorgänge
Mit dem ROXYTM Potentiostat von Antec wird zum ersten Mal die einfache Kopplung eines elektrochemischen Reaktors mit Massen- spektrometern ermöglicht.
Zu untersuchende Substanzen werden durch
die elektrochemische Zelle gepumpt und dabei oxidiert oder reduziert. Die entstehenden Produkte werden direkt in einem Massen- spektrometer analysiert.
Das ROXY EC/LC-System ist eine Kombination aus einem HPLC System und einem elektro- chemischen Reaktor (Potentiostat). Es erfolgt also die Trennung von Substanzen plus elektrochemische Umsetzung. Durch die Kopplung dieses Systems mit einem Massenspektrometer werden die entstandenen Produkte detektiert.
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Substanzen werden in der Reaktorzelle an der Oberfläche einer Arbeitselektrode oxidiert oder reduziert.
Die Effizienz der Reaktion wird durch den Analyt und das Material der Arbeitselektrode beeinflusst. Es stehen deshalb 5 verschiedene Materialien zur Verfügung: Glassy Carbon, Gold, Platin sowie Diamant (Magic Diamond™), sowie eine speziell für die Reduktion entwickelte Elektrode. Die besonders robuste Diamantelektrode erlaubt eine Oxidation/Reduktion mit der hohen Spannung von bis zu ±3,5 V und ermöglicht die Untersuchung von reaktionsträgen Substanzen.
Die spezielle Geometrie der Reaktorzelle verhindert Probenadsorption und damit das Risiko von Substanzverlust und Verschleppungen. Durch das amperometrische Prinzip der Zelle gelangen auch Zwischenprodukte in das Massenspektrometer und können dort analysiert werden.
Für die Erzeugung von Reaktionsprodukten in µg-Mengen, z.B. für die Analyse im NMR, steht die µ-PrepCell™ zur Verfügung.
Auflistung aller Zellen und Ersatzteile unter
Zubehör
Die Möglichkeiten, die das Roxy™-System bietet, werden beständig erweitert. Der Einsatz der EC/MS-Kopplung beschränkt sich folgerichtig inzwischen nicht mehr auf die Pharmazie, sondern ist in Forschungsbereiche zum Thema Abwasser, Nahrungszusatzstoffe, Proteomics, oder Xenobiotika vorgedrungen.
Arbeitselektroden aus leitfähigem Diamant (Magic Diamond™) produzieren erst
bei sehr hohen Spannungen Sauerstoff, so dass mit Einführung dieses Elektroden-materials das nutzbare Potentialfenster erweitert wurde. Auch schwierigere Reaktionen mit hohem Oxidationspotential sind dadurch möglich.
Die Tabelle gibt den aktuellen Stand durchführbarer Reaktionen wieder:
Mit EC/MS simulierbare metabolische Reaktionen | Mit EC/MS durchführbare Reaktionen an Peptiden/Proteinen |
Aliphatische Hydroxylierung | Reduktion von Disulfidbrücken |
Benzylische Hydroxylierung | Peptidspaltung C-terminal von Tyrosin |
Dealkylierung von Aminen | Peptidspaltung C-terminal von Tryptophan |
Dealkylierung von Ethern | Oxidative Surface Mapping |
Aromatische Hydroxylierung | |
N-Oxidation | |
S-Oxidation | |
P-Oxidation | |
Alkoholoxidation | |
Dehydrogenierung | |
O-Dealkylierung |
POTENTIOSTAT | |
Betriebsarten: | DC, Scan, Puls |
Potentialbereiche: | -4,9 V bis +4,9 V |
Zahl der steuerbaren Zellen: | 2 oder 4 |
RS-232: | Reaktorkontrolle, Datenübertragung mit |
Ofen: | von 7°C über Umgebungstemperatur bis 45°C |
Maße (BxHxT): | 22 x 44 x 44 cm |
Gewicht: | 14,6 kg ohne Säule und Zellen |
REAKTORZELLE | |
Volumen: | 0,7 µl - 1,4 µl je nach Zahl der Spacer |
Arbeitselektroden: | Platin, Gold, Glassy Carbon, Diamant, Reduktionselektrode |
Eff. Elektrodenoberfläche: | ca. 15 mm2 |
Benetzte Materialien: | PCTFE, FEP, PEEK, Arbeitselektrode |
Flussraten: | 1 - 10 µl/min |
Max. Druck: | 2,8 bar |
µPREP ZELLE | |
Volumen: | 11 µl |
Arbeitselektrocen: | Glassy Carbon, Diamant, Reduktionselektrode |
Eff. Elektrodenoberfläche: | 1,9 cm2 |
Benetzte Materialien: | PCTFE, PEEK, Titan, Viton, Palladium, Arbeitselektrode |
Flussraten: | 20 - 50 µl/min |
Max. Druck: | 25 bar (GC Elektrode), 50 bar (MD Elektrode) |
SPRITZENPUMPE | |
Installierbare Spritzen: | 2 |
Spritzen: | 0,5 µl und 10 ml |
Flussraten: | 0,0014 µl/min – 7,909 ml/min |
Steuersoftware DialogueTM | |
Steuerung: | Potentiostat und Spritzenpumpe |
Automatisierung: | zeitgesteuerte Events |
Aufzeichnung: | Stromfluss in der Zelle |
Externer Ausgang: | startet MS-Software
|
(Sie können durch Klick das Bild vergrößern)
Diese Beispielapplikation zeigt die bei Umsetzung von Amodiaquin entstehenden Produkte und GSH-Konjugate, sowie die Zuordnung zu bekannten Metaboliten der Phase I und II.
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